Donnerstag, 25. Juni 2009

the adventures of inspector hardbrenner pt. 2

"filmriss! filmriss!!", gerade als hardbrenner seinen wiederbelebungsversuchen mit ein paar ohrfeigen mehr nachdruck verleihen wollte zitterten seine augenlider und ein hauch von leben kehrte in den körper seines assistenten zurück.

"hrungf. nanghh! a gungaa!!", eine widerliche krankheit hatte offensichtlich sein sprachzentrum lahmgelegt, doch die glasigen blicke, die diese kreatur in der badewanne um sich warf machten dem inspector ziemlich schnell klar, dass sich der detective in einer situation ähnlich seinem eigenen erwachen vor einer halben stunde befand.

sie beide brauchten unbedingt medizinische hilfe.

behende wie ein tiefseetaucher in voller montur eilte hardbrenner zum kühlschrank, denn bier würde ihr ganz persönlicher und dringend benötigter gleitschirm auf ihrer reise ins tal der nüchternheit sein. es würde zwar die ankunft verzögern aber die landung wäre auch bedeutend sanfter.

nun gut - zwei weitere bier und einen starken kaffee später war es langsam an der zeit, sich der ursache ihres rausches zu stellen.
"lass uns die fakten zusammentragen, logische schlüsse ziehen und eine erklärung für all das finden!", wobei hardbrenner mit "all das" nicht nur seinen unvorstellbar heftigen kater, der durchaus als der könig der löwen durchgehen könnte, sondern vor allem das offensichtliche chaos im büro meinte.

keine frage: irgendwer war dagewesen und hatte keinerlei maßnahmen ergriffen um seine suchtätigkeit zu verbergen. anscheinend wollte er, dass harbrenner wusste, dass ihm jemand auf den fersen war. aber wenn dem so war, dann wusste der unbekannte, dass er wusste ... wollte er vielleicht auch nur, dass harbrenner wusste, dass der unbekannte wusste, dass er ...

STOP. solche überlegungen führen nur in sackgassen - zumindest zu diesem zeitpunkt.

es galt also herauszufinden, welche dinge fehlten bzw. noch an ihrem ursprünglichen versteck waren und mit hilfe der schaufel, der grünpflanzen und der erde unter seinen nägeln dieses rätsel zu lösen.

als erstes fiel den beiden der stadtplan an der wand auf, der bisher mit vielen kleinen pins geschmückt war, welche aber jetzt auf dem boden davor gehäuft zusammenlagen.
damit anzufangen war ebensogut wie das sichten der vielen akten und notizzettel die überall verstreut waren.

also wurden sämtliche nadeln wieder in die dazugehörigen löcher gesteckt, wobei langsam klar war, dass einige fehlten.

seltsam - zumal sich hardbrenner an keinen fall erinnern konnte, der ihn auch nur in die nähe der kleingartenanlage am rande der stadt geführt hätte.

doch die kleinen löcher behaupteten etwas anderes ...

---
wird fortgesetzt ...

1 Kommentare :

Ralf hat gesagt…

Hmmmm, wieviel davon wird wohl autobiographischer Erfahrungsschatz sein...aber diese Wortakrobatik...geil.